
Einige Jahre sind vergangen, seitdem Son-Goku seinen Rivalen Piccolo im Wettkampf besiegt hat und diesen damit zu seinem Erzfeind machte. Seither sinnt dieser auf Rache, trainiert unablässig, um sich für diese Niederlage zu revanchieren. Doch als Garlic jr. mit seinen Schergen erscheint, muss er diesen Plan erst einmal zu den Akten legen. Schließlich ist dieser auf der Suche nach den sieben Dragon Balls, um sich von dem Drachen Unsterblichkeit zu wünschen und die Welt zu erobern. Wohl oder übel müssen sich die beiden Kontrahenten zusammenschließen und erst einmal ihre Rivalität beiseiteschieben. Son-Goku hat aber noch einen anderen Grund, warum er den Fremden sucht, hat dieser doch seinen Sohn Son-Gohan entführt und plant, diesen zu seinem Schüler zu machen …
Ein Zwischenkapitel der Erfolgsgeschichte
Ende der 1980er waren die Dragon Ball Kinofilme zu einer Institution geworden, im jährlichen Abstand waren neue erschienen. Und doch bedeutete Die Todeszone des Garlic jr., der vierte Film der Reihe, nicht einfach business as usual. Denn während die ersten drei Teile Die Legende von Shenlong, Das Schloss der Dämonen und Son-Gokus erstes Turnier sich noch stark an dem Manga von Akira Toriyama orientierten, nimmt der Film hier eine Zwischenposition ein. Genauer erzählt er eine eigene Geschichte, die eine Zeit nach der ersten Animeserie spielt und eine Art Vorgeschichte zu der ebenfalls 1989 begonnenen zweiten Serie Dragon Ball Z darstellt. Es ist dann auch der erste Film, der das Z im Titel trägt.
Sich von der Vorlage zu lösen, ist prinzipiell nicht verkehrt. So hatten die vorangegangenen Filme immer dann Probleme, wenn sie versuchten, die Geschichten aus dem Comic nachzuerzählen. Denn dafür waren sie einfach zu kurz. Bei der Länge hat sich hier nichts getan, mit einer Laufzeit von gerade einmal 43 Minuten ist Dragon Ball Z: Die Todeszone des Garlic jr. nach wie vor ein schmaleres Werk, eher Kurzfilm als Langfilm. Wobei man dieses Mal auch gar nicht versuchte, eine tatsächliche Geschichte zu erzählen. Am interessantesten ist noch die Einführung von Garlic jr., der hier sein Debüt feierte und noch ein wenig Hintergrund erhält. Außerdem verdeutlicht der Film, dass auch Sohnemann Gohan über größere Fähigkeiten verfügt, selbst wenn er diese nicht bewusst einsetzen kann. Das war es mehr oder weniger aber auch schon. Der Rest der Laufzeit ist den Kämpfen gewidmet.
Muss nicht sein
Diese sind nicht überragend geworden. Dragon Ball Z: Die Todeszone des Garlic jr. hat schon einen gewissen nostalgischen 80er-Jahre Charme, das ist hier noch klassischer Zeichentrick der alten Schule. Wo das Traditionsstudio Toei Animation bei späteren Filmen kräftiger mit Effekten arbeitete, da waren hier die Ambitionen und das Budget geringer. Genauer hat der Anime kein Kinoniveau, ist eher eine große Fernsehfolge. Ein wenig enttäuschend ist auch die in dem Titel angekündigte Todeszone, um die es im weiteren Verlauf geht. Da wäre doch deutlich mehr drin gewesen, das Setting ist karg und ohne großes Flair. Klar, wenn ein Ort einen solchen Namen trägt, wird man keine aufwendigen Szenerien erwarten. Dennoch, das sieht schon etwas billig aus.
Insgesamt muss man den Film auch nicht unbedingt gesehen haben. Der Humor, der früher noch den Charme mit ausmachte, wurde hier stark reduziert. Bis auf eine nette, letztendlich aber einfallslose Szene um Visionen, ist da nicht viel zu holen. Geschichte und Optik sind wie gesagt zu vernachlässigen. Zudem ist unter Fans umstritten, ob Dragon Ball Z: Die Todeszone des Garlic jr. nun Kanon ist oder nicht. Es ist also auch nicht so, dass das hier inhaltlich wichtig wäre, trotz der Einführung des Gegenspielers. Schlecht ist der Anime deswegen nicht, man kann ihn sich schon gut anschauen, zumal er ja auch nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Man verpasst aber auch nicht wirklich etwas, wenn man es bleiben lässt.
(Anzeige)